„Langes Schweigen“ herrschte im Österreich der Nachkriegszeit über die dunklen Jahre des NS-Faschismus, auch und gerade in den Schulen. Robert Krotzer hat 30 Schul-Geschichtsbücher der Zweiten Republik darauf untersucht, wie in ihnen der Aufstieg des Faschismus, die NS-Ideologie, die Shoah oder auch der antifaschistische Widerstand über die Jahrzehnte hinweg dargestellt wurden. Daraus ist das Buch „Langes Schweigen. Der NS-Faschismus in österreichischen Schulbüchern“ entstanden, das einen kritischen Blick auf den „schlampigen“ Umgang Österreichs mit seiner braunen Vergangenheit freilegt, aber auch die Ermutigung für eine Geschichtsvermittlung, die gerade junge Menschen befähigen soll, aus der Vergangenheit für eine lebenswerte Zukunft zu lernen.
Wann: Montag, 7. November 2016, 19.00 Uhr
Wo: Universitätsplatz 3, 2. Stock, HS 01.22 im Hauptgebäude
Eine Veranstaltung von CLIO, Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz
und _erinnern.at_