Wann? Montag, 24. April 2023, 09:00 Uhr
Wo? Universität Graz, RESOWI-Zentrum, SZ 15.21
Anmeldung erbeten bis 12.April 2023 unter interarts(at)uni-graz.at
Künstlerische Praktiken können als wesentliche Momente innerhalb der kulturellen Verortung Europas von der Antike bis zur Gegenwart begriffen werden. Dabei ergeben sich im Besonderen aus der Betrachtung der vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen den Künsten und den dabei angewandten ästhetischen Verfahren aufschlussreiche Einblicke in die jeweiligen soziokulturellen Kontexte, die maßgeblich für die ideologische Konstruktion Europas wirken. Imaginierte und physische Ortswechsel bspw. in Migrationsprozessen bedingen notwendigerweise die Beschäftigung mit Heimat/en und beeinflussen ästhetische Prozesse.
Die einzelnen Teambeiträge sind dabei als Impulse zur Anleitung eines fächerübergreifenden Diskurses zum Thema „Heimat/en schreiben“ konzipiert. Die Workshopbeiträge adressieren mithilfe von methodischen Zugängen aus Literatur-, Kultur-, Altertums- und Musikwissenschaft Themenkomplexe wie Nostalgie, Sehnsucht, utopische Heimat/en, Authentizität, ästhetische Transformationsprozesse, immaterielles Kulturerbe und Funktionalitäten von Heimatbegriffen, die ihren Ausdruck in künstlerisch-ästhetischen Verfahren finden.
Der Workshop des Clusters „Europäische Literaturen und ihre Wechselbeziehungen“ des Profilbereichs „Dimensionen der Europäisierung“ ist als offenes und diskursives Forum gestaltet, in dem aus den interdisziplinären Wechselbeziehungen Impulse für zukünftige Forschungsvorhaben und innovative methodische Perspektiven entwickelt werden sollen.
Programm:
09:00 – 09:15 Begrüßung
09:15 – 10:30 Sehnsucht und Existieren in imaginierten Landschaften (Roberta Maierhofer & Nicole Haring, beide Zentrum für Inter-Amerikanische Studien)
10:30 – 11:00 Kaffeepause
11:00 – 12:15 Heimat und Authentizität in (auto-)biographischen Diskursen (Nassim Balestrini, Institut für Amerikanistik/ Ingeborg Zechner, Institut für Musikwissenschaft)
12:15 – 13:15 Mittagspause
13:15 – 14:30 Heimat/en im antiken Epos (Markus Hafner & Ursula Gärtner, beide Institut für Antike)
14:30 – 15:00 Kaffeepause
15:00 – 16:15 Transformationsprozesse in der Gegenwartsliteratur (Renate Hansen-Kokoruš, Institut für Slawistik/ Olaf Terpitz, Centrum für Jüdische Studien)
16:15 – 16:45 Kaffeepause
16:45 – 17:15 Heimat/en und immaterielles Kulturerbe (Yvonne Živković, Institut für Slawistik)
17:15 – 18:15 Schlussdiskussion
Eine Veranstaltung des interdisziplinären Clusters „Europäische Literaturen und ihre Wechselbeziehungen“ des Profilbereichs „Dimensions of Europeanization"