Ab 1940 hat die Frankfurter Schule um Horkheimer, Pollock und Adorno in einem einzigartigen Zusammenspiel von philosophischer, psychoanalytischer und empirischer Analyse den bis heute brauchbarsten theoretischen Ansatz nicht nur zum kritischen Verständnis des Antisemitismus, sondern auch zur Zentralität dieses Verständnisses für die kritische Gesellschaftsanalyse insgesamt entwickelt. Allerdings muss dieser Ansatz, um seine Brauchbarkeit zu bewahren und voll entfalten zu können, stets wieder kontextualisiert, seine eigene Entstehungsgeschichte ihrerseits historisiert, müssen seine konkreten Implikationen fortlaufend erneut durchdacht werden. Genau dies haben die Referenten des Workshops Kritische Theorie und Antisemitismus sich aus jeweils unterschiedlicher Perspektive zum Ziel gesetzt.
Wann: Freitag 29. Mai 2015, 9:30 bis 18:15 Uhr
Wo: SR 15.23 (Universitätsstraße 15, Bauteil C, 2. OG) | 8010 Graz
Konzeption:
Dr. Lars Fischer(Kurt-David-Brühl-Gastprofessor für jüdische Studien, Graz)
Informationen:
Assoz.-Prof. Dr. Gerald Lamprecht | gerald.lamprecht@uni-graz.at
Centrum für Jüdische Studien | Heinrichstraße 22/III | 8010 Graz