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Publikationen der MitarbeiterInnen

Petra Ernst, Dieter J. Hecht, Louise Hecht, Gerald Lamprecht (Hg.), Geschichte Erben – Judentum Reformieren. Beiträge zur modernen jüdischen Geschichte in Mitteleuropa, Mandelbaum: Wien 2016, 382 Seiten, ISBN: 978385476-812-8. Details

Vergessenes und Verdrängtes in Erinnerung bringen - dies zeichnet die Arbeit der Historikerin Eleonore Lappin-Eppel aus. In diesem Band versuchen 19 KollegInnen eine Würdigung und Kontextualisierung ihres Werks, einer differenzierten Auseinandersetzung mit der neueren jüdischen Geschichte.
In den letzten 30 Jahren hat Eleonore Lappin-Eppel mit ihren zahlreichen Arbeiten be­deu­tende Impulse zur Erforschung der österreichischen jüdischen Geschi­ch­te geliefert. Sie hat maßgeblich zur historischen Auseinandersetzung mit den natio­nal­sozialistischen Ver­brechen an Jüd­innen und Juden bei­getragen. Dabei ging ihr wissen­schaftliches Interesse stets mit gesell­schaftspolitischem Engagement einher. In ihren Arbeiten hat sie Vergessenes und Verdrängtes in Er­innerung gebracht und für eine breite Öffentlichkeit sichtbar ge­­­­ma­cht. Das geschichtliche Erbe war für sie stets mit Ver­antwortung für die Geschichte in der Gegenwart verbunden. Neunzehn Kolleginnen und Kol­legen haben sich hier mit jenen The­menfeldern auseinandergesetzt, die die Historikerin im Laufe ihrer produktiven wissenschaftlichen Ka­r­rie­re bearbeitet und zum Teil nachhaltig geprägt hat. Inhaltlich befassen sich die Beiträge mit Jüdischer Ge­schichte & Gender, Presseforschung im Kontext der deutschsprachigen-jüd­ischen Presse, Nationalsozialismus und Holo­caust, sowie mit Erinnern und Gedenken.

Gerschon Schoffmann, Nicht für immer – Erzählungen. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Gerald Lamprecht. Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama, Literaturverlag Droschl: Graz-Wien 2017, 352 Seiten, ISBN: 978-3-85420-991-1. Details 
 
Exil- und Migrationsliteratur ist so alt wie die Literatur selbst. Gerschon Schoffmann war aus dem Zarenreich nach Galizien und weiter nach Wien emigriert und hatte sich 1921 in einem Vorort von Graz niedergelassen; 1938 floh er ein zweites Mal, diesmal vor den Nazis. Und er schrieb seine Erzählungen von der ersten Veröffentlichung an (1902) auf Hebräisch. Eins seiner großen Vorbilder war Peter Altenberg, den er in Wien kennengelernt (und ins Hebräische übersetzt) hatte. Schoffmann – ein hebräisch schreibender österreichischer Dichter, der in Österreich bis heute nicht wahrgenommen wurde?

Nicht für immer ist die erste Sammlung seiner Texte, die auf deutsch erscheint, und wir staunen über dieses Werk und den Bogen, den es schlägt: von den Geschichten über das zaristische Schtetl, die Kindheit in der russischen Provinz, die Bedrohungen durch verschiedene Kriege, das Elend der Soldaten, der Verwundeten und Deserteure, Armut und Einsamkeit in den Krisenjahren (wobei diese Krisenjahre für manche keinen Anfang und kein Ende hatten), die permanente Bedrohung durch  einen immer tödlicher organisierten Antisemitismus; und egal, ob die Erzählungen nur eine halbe oder sehr viele Seiten umfassen, Schoffmanns Blick für das Wesentliche garantiert für pointierte Einblicke in vergangene (und gar nicht so vergangene) Lebenszusammenhänge.
 
Pressestimmen:
»Eine frische, großartige Sprache, scharfe, unvergessliche Bilder – Gerschon Schoffmanns poetische kleine Erzählungen sind wie eine goldene Flaschenpost aus einer lange versunkenen Welt.« (Eva Menasse)

»Schoffman‘s sharp, dark humored Hebrew stories, are now back to the German sphere, where he had originally written them.« (Tomer Gardi)

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